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Schakkalukka oder Krimitambo?

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Kennst Du noch die Werbung aus den 80er Jahren? Für die Eismaschine "Gelateria", in der man mittels Eisakku selbst Eis herstellen konnte?

Diese Maschine hatte ich tatsächlich sehr lange in Gebrauch. Immer mal wieder holten mein Bruder und ich die Eismaschine aus dem Keller, dachten uns tolle Eiskreationen mit hübschen Namen aus. Mein Bruder führte damals sogar eine Statistik darüber :) (Das handschriftliche Original klebt jetzt in seinem Fotoalbum, denn der kleine Bruder ist mittlerweile 44 Jahre alt ähm jung)

Auch jetzt essen wir alle gerne Eis hier. Und wenn man für 3 Personen Eis an der Eisdiele holt, ist man locker über 10 Euro los. Wenn die Eisdiele denn überhaupt geöffnet ist... Momentan ist das ja leider nicht der Fall. Vor bereits 2 Jahren beschlossen wir, nachdem die Beschichtung am Eisakku der alten Maschine abblätterte, endlich mal eine neue Maschine anzuschaffen. Eine richtige Profi - naja, eher semiprofessionelle, Maschine sollte es werden. Eine professionelle Maschine ist dann doch zu teuer und steht in keinem Verhältis. Soviel Eis essen wir ja dann doch nicht. Jedenfalls besser nicht :)

Wir entschieden uns nach längerer Recherche für die UNOLD Eismaschine Schuhbeck exklusiv* mit Kompressor. Das heißt: Strom an und los geht's. Praktisch, oder nicht? Okay, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Man muss erst mal die richtigen Rezepte finden. Eines war mir gleich klar, Pulvermischungen kommen mir nicht in die Maschine. Ich setze hier auf gesunde Zutaten - wenn man Sahne als gesund bezeichnen kann ... Also zumindest möchte ich selbst bestimmen, was in mein Eis hineinkommt.

Ich nutze sehr gerne Rezepte aus dem Buch Das beste Eis der Welt* von Jeni Britton Bauer. Die Autorin erklärt sehr gut, warum gewisse Zutaten und in welchen Mengen sie gebraucht werden, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Das Buch enthält Grundrezepte und viele verschiedene Kreationen, eingeteilt in die 4 Jahreszeiten. Ich nutze meist ein Grundrezept und bastele mir dann die gewünschte Eissorte - je nach Wünschen - zusammen. Ich habe auch schon einige der gewagteren Kreationen probiert, zum Beispiel Olivenöleiskrem mit gesalzenen Kürbiskernen.

Mittlerweile nehmen wir für die Grundrezepte etwas weniger Zucker (ca. 20-30 Gramm), auch wenn die Cremigkeit dann etwas einbüßt. Und ich gieße das Eis zum Kühlen nicht mehr um, sondern kühle es in einer zweiten Schüssel mit Eiswasser herunter, diesen vielen Plastikmüll kann man einsparen.

Und man muss ehrlich sein. Das Eis kommt nicht fertig zum Verzehr aus der Maschine. Klar, man kann es sofort essen, aber es ist - je nach Sorte - immer noch sehr weich. Man friert es dann in einem Behälter nochmal ein, je nach Sorte geschichtet mit Köstlichkeiten wie zum Beispiel Kekskrümel oder Rumfrüchte. Oder auch pur. Am besten für mindestens 4 Stunden oder länger darf das Eis in den Tiefkühler. Wichtig ist dann tatsächlich, dass man das Eis vor dem Verzehr erst antauen lässt. Dann lassen sich auch viel leichter Kugeln formen. Hier ist dann nochmal ein bißchen Geduld gefragt.

Schon länger wollte ich das Joghurteis ausprobieren. Dafür muss man Joghurt über Nacht abtropfen lassen, damit die Molke abläuft. Zurück bleibt ein sehr cremiger fester Joghurt, perfekt für die Eisherstellung. Dazu habe ich einen schnellen Zitronensirup hergestellt und dem Eis beigefügt. Geschichtet habe ich das Ganze dann mit Himbeersoße, die ich auch ganz schnell aus gefrorenen Himberen mit etwas Zucker gekocht habe. Was soll ich sagen? Es ist göttlich geworden...

Joghurt

Das Tolle ist, Du kannst Deine eigenen Rezepte - je nach Vorliebe - gestalten. Ich esse ja nun seit einigen Jahren möglichst keinen oder nur wenig (industriellen) Zucker. Bei diesem Eis habe ich den Zucker einfach halbiert. D. h. ich habe auf eine ganze Portion - aus der man sicher 15 Kugeln bekommt - ca. 60 Gramm Zucker (plus etwas Invertzucker) verwendet. Damit kann ich dann gut leben. Ich esse es ja auch nicht täglich. Verwendet habe ich hier Kokosblütenzucker, deshalb hat das Eis auch eine hellbraune Färbung. Und dann habe ich circa eine Viertel Tonkabohne* hineingerieben. Geschichtet habe ich das Ganze dann noch mit etwas klein geschnittener dunkler Schokolade mit 99 % Kakaogehalt*. Das Eis braucht etwas länger zum Antauen und ist nicht ganz so cremig. Aber dennoch... ein Gedicht!

Tonka2

Was kannst Du jetzt tun, wenn Du keine Eismaschine hast oder kaufen möchtest? Eine ganz einfache Variante ist, gefrorene Früchte mit etwas Puderzucker und Sahne im Mixer zu pürieren. Ich mache das bei mir im Thermomix, da geht es besonders gut, da es ein Hochleistungsgerät ist. Das Ganze kann man aber auch hervorragend mit einem guten Stabmixer, ich benutze diesen Braun 600 Watt Turbo*, machen. Dann aber bitte nur kleine Portionen. Dieses Eis kann man direkt gut weglöffeln. Es ist zwar auch sehr weich, aber stillt den schlimmsten Eishunger sofort! Den Zucker kannst Du hier selbstverständlich auch ganz weglassen. Dann ist es noch gesünder :)

Himbeer3

Die ganz gesunde Variante, nämlich Bananen als Zuckerersatz zu verwenden, mache ich auch besonders gerne. Sobald die Bananen bei uns überfällig sind, werden sie in kleinen Stücken eingefroren. Dafür dürfen sie auch schon richtig braun sein, denn dann sind sie sehr reif und haben richtig viel Süße. Diese zusammen püriert mit anderen gefrorenen Früchten ergeben ein sehr gesundes Eis. Sogar Schokoeis kann man damit herstellen:

2 reife Bananen in Stücken eingefroren
1 Esslöffel Kakaopulver (ohne Zucker)
1 Teelöffel Erdnussmuß

Alles zusammen pürieren - und los geht der grandiose Schokoladengenuß!

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tips geben zur Eisherstellung. Man muss nicht immer zur Eisdiele seines Vertrauens, wenn einen mal die Lust auf gutes Eis packt. Vom angebotenen Tiefkühleis im Supermarkt möchte ich hier gar nicht reden. Da wird mir schon übel, wenn ich nur dran denke...

Ganz tolle vegane Eisrezepte findest Du übrigens hier bei Eat-This. Einer meiner Lieblings-Food-Blogs.

Viel Spaß beim Ausprobieren und genießen. Nutzt diese Woche dafür, es soll sonnig werden!  

Gelesen 940 mal Letzte Änderung am Sonntag, 19 April 2020 20:36

2 Kommentare

  • Kommentar-Link fritzi Dienstag, 21 April 2020 06:12 gepostet von fritzi

    Liebe Ute,
    eine Eismaschinensista :) Wir können eben nicht nur stricken :) Welches Modell hast Du denn? Das wäre meinen Mitbewohnern auch lieber, dass man sofort essen könnte nach der Herstellung...
    Herzlichen Dank für Deinen Kommentar!
    Bine

  • Kommentar-Link Ute Montag, 20 April 2020 11:20 gepostet von Ute

    Ich hab mir letztes Jahr auch endlich eine neue Eismaschine mit Kompressor zugelegt. Beste Anschaffung ever! (Na ja, für die Figur vielleicht nicht ...) Meine liefert durchaus auch gleich verzehrfertige Portionen, die es meist gar nicht in den Tiefkühler schaffen. Und selber neue Mischungen zu kreiren, macht natürlich am meisten Spaß!
    Liebe Grüße
    Ute

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